Willkommen in unserem Themenportal Hamburgs (Post-)Koloniales Erbe.

Der Hintergrund: Aufschwung (post)kolonialer Studien 

(Post-)Koloniale Studien erfreuen sich immer größer werdender gesellschaftlicher Relevanz, dies gilt auch für die wissenschaftliche und akademische Auseinandersetzung mit der deutschen Kolonialgeschichte, die mittlerweile auch in deutschen Bundesbehörden angekommen ist. Angestoßen durch die Black Lives Matter Proteste kommt es regelmäßig zu Debatten um Statuen, Denkmäler, der Rückgabe von Raubgütern, Entschädigungen, Anerkennungen, Benennungen von Straßen und Gebäuden sowie um den richtigen Umgang mit der Vergangenheit.

Hamburgs koloniale Verflechtungen

Hamburg gehörte mit seinem großen Überseehafen zu einem der wichtigsten Umschlagplätze für den Kolonialhandel, von hier aus legten Schiffe regelmäßig mit Handelsgütern nach Afrika ab, hanseatische Firmen unterhielten ein straffes Netz aus Handelsbeziehungen in die Kolonialgebiete. Dazu gehört, leider bislang nahezu unbekannt, die Verschiffung deutscher Kolonialsoldaten aus der Stadt nach Übersee. Hamburg ist historisch wie architektonisch von den Spuren der Kolonialzeit geprägt wie keine andere und stellt somit im Rahmen der Aufarbeitung der deutschen Kolonialgeschichte einen überaus wichtigen Akteur dar. Der Diskurs über (post-)koloniale Deutungen ist in der Hansestadt kontinuierlich präsent. Jüngste Ereignisse wie die Debatte um das Bismarck-Denkmal im Alten Elbpark und andere Relikte der Kolonialzeit verdeutlichen dies nur allzu sehr.  

Projekt und Zielsetzung 

Im Vordergrund unseres Projektes steht die Analyse und Aufarbeitung der aktuellen Rezeption und Kommunikation kolonialer Deutungen in Hamburg. Wir bieten die Plattform und Förderung interdisziplinärer Perspektiven auf Diskurse und Debatten, Orten und Geschichten der Stadt, die wissenschaftlich als auch journalistisch sowie multimedial aufbereitet werden können. Die Beiträgen finden sich in unserem Dossier.

Förderhinweis

Das Projekt wird gefördert durch das ISA-Zentrum der Universität Hamburg im Rahmen der Exzellenzstrategie von Bund und Ländern.